FAQ - Wissenswertes
Was versteht man unter Psychotherapie?
Wann sollte man psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen?
Brauche ich eine Überweisung?
Nein, eine Überweisung wird nicht benötigt.
Was ist der Unterschied zwischen Psychiater, Psychologischer Psychotherapeut und Psychologe?
Psychiater hat Medizin studiert und im Anschluss eine mehrjährige Facharztweiterbildung abgeschlossen, darf Medikamente verschreiben.
Psychologe hat den Studiengang Psychologie erfolgreich absolviert.
Psychologischer Psychotherapeut: Dieser hat Psychologie studiert und im Anschluss eine mehrjährige Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie, Analytische Therapie/Tiefenpsychologie oder Systemische Psychotherapie absolviert.
Was ist der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie, Analytischer Therapie/Tiefenpsychologie und Systemischer Psychotherapie?
Wirkt Psychotherapie?
Hat Psychotherapie auch Nebenwirkungen?
Ja, auch im Rahmen der Psychotherapie kann es zu unterwünschten Nebenwirkungen kommen:
- Die Auseinandersetzung mit unangenehmen Themen kann dazu führen, dass es Ihnen kurzfristig schlechter geht. Dies sollte jedoch nachlassen und im Verlauf der Therapie immer seltener vorkommen. Stellen Sie fest, dass es Ihnen trotz Therapie nicht besser geht, ist es wichtig dies mit ihrem Therapeuten zu besprechen und ggf. den Therapieplan anzupassen.
- Es kann vorkommen, dass durch die Psychotherapie es zu Veränderungen in Beziehung (positv oder negativ) oder gar Beziehungsabbrüchen kommen kann. Das liegt daran, dass nicht alle in unserem Umfeld mit den Veränderungen klar kommen (z.B. wenn Sie sich nun besser abgrenzen und Nein-Sagen können) oder weil wir durch die Therapie feststellen, dass manche Menschen uns nicht gut tun. Umgekehrt kann Psychotherapie auch dazu führen, dass Beziehung sich verbessern oder intensiver werden. In welche Richtung Veränderungen gehen können, ist zu Beginn leider nicht ersichtlich und kann (muss aber nicht) daher eine negative Nebenwirkung darstellen.
- Weiters zeigen Studien, dass bei ca. 30% der Patienten [Studie raussuchen!] im Verlauf der Psychotherapie zu keiner Besserung der Symptomatik kommt. Es kann also passieren, dass obwohl alle Vorraussetzungen erfüllt sind, die Psychotherapie nicht richtige Wahl der Behandlung für sie darstellt.
Wer erfährt, dass ich in Psychotherapie bin?
Grundsätzlch gilt die Schweigepflicht. Das bedeutet, dass keiner erfahren darf, dass Sie sich überhaupt in ambulanter Psychotherapie befinden. Daraus resultiert, dass auch die Inhalte der Sitzungen der Schweigepflicht unterliegen und nicht weitergeben werden dürfen. Konkret bedeutet dies: Ihr Psychotherapeut darf niemandem sagen, dass er Sie überhaupt kennt. Dies gilt auch wenn die Therapie bereits abgeschlossen ist.
Davon abweichend gibt es gesetztliche Regelungen in welchen Fällen die Schweigepflicht nicht greift:
Selbst- und Fremdgefährdung: Sollten Sie akute Suizidgedanken und Handlungspläne haben und können sich von diesen nicht distanzieren oder Absprachen eingehen, ist der Psychotherapeut verpflichtet dies zu melden und sie ggf. in eine Klinik einweisen zu lassen. Ähnliches gilt für die Fremdgefährdung. Sollten Sie ihrem Therapeuten mitteilen, dass sie eine Straftat planen, dann greif die Offenbarungspflicht und der Therapeut muss dies an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Tut er das nicht, macht sich der Therapeut strafbar.
Krankenkassen: Erfolgt die Abrechnung der Psychotherapie über die gesetztliche oder private Krankenkasse/Beihilfe/Heilführsorge, dann müssen Diagnosen sowie die stattgefundenen Termine übermittelt werden. Die Inhalte der Sitzungen unterliegen dabei weiterhin der Schweigepflicht und dürfen nicht an die Krankenkassen weitergeleitet werden.
In allen anderen Fällen darf die Weitergabe von Informationen (z.B. für Rücksprachen mit Ärzten oder Behören) nur nach schriftlicher Schweigepflichtsentbindung erfolgen.
Kann ich Psychotherapie auch ohne eine Diagnose in Anspruch nehmen?
Eine Psychotherapie ohne eine Diagnose ist nur möglich, wenn Sie als Selbstzahler kommen. Erfolgt die Kostenübernahme über einen Versicherungsträger, wird zwingend eine Diagnose benötigt, die auch an diesen Weitergeben werden muss (siehe dazu "Wer erfährt, dass ich in Psychotherapie bin?"). Die Diagnose bestätigt, dass es sich um ein krankheitswertiges Problem handelt und eine psychotherapeutische Behandlung erforderlich ist.
Ich habe gehört, dass es problematisch werden kann, wenn ich eine psychische Diagnose habe. Stimmt das?
Eine psychiatrische Diagnose oder auch F-Diagnose kann für Sie problematisch werden, wenn:
- Sie Versicherungen abschließen wollen (z.B. Lebensversicherung, Berufsunfähigkeit)
- Sie verbeamtet werden wollen
- Sie beruflich eine Waffe tragen (z.B. Polizei, Zoll, Bundeswehr)
Wichtig hier zu beachten, wie lange die Behandlung her ist, weshalb Sie in Behandlung waren und wie streng die jeweiligen Stellen es handhaben.
Das bedeutet: Überall wo gesundheitliche Daten angegeben werden müssen, kann eine F-Diagnose Ihnen zum Nachteil ausgelegt werden.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Was ist ein Kostenerstattungsverfahren und wie läuft dieses ab?
Welche Arten von psychischen Erkrankungen werden in Ihrer Praxis behandelt?
Bieten Sie auch online-Therapie an?
Nein, ich biete keine online-Therapie an.
